So hier nun auch endlich ein paar Gedanken zu Polly, unserer Omi. Polly war ca. 12 Jahre alt und kam zu uns am 24. April 2008 als Pflegehund, sie war sehr schwach und unterernährt, sie hatte einen Tumor und außerdem Diabetis und war blind. Sie war als Gebärmaschine "missbraucht" worden und hatte wahrscheinlich mehrere Würfe im Jahr. Wir haben gesagt, wir versuchen sie, so gut es geht, aufzupäppeln, ihr einen schönen Lebensabend zu gestalten, und sie einfach mal Hund sein zu lassen. Vermittelt haben wir Polly dann nicht mehr, denn wir wollten ihr den Stress eines nochmaligen Umzugs in ihrem Zustand nicht antun. Polly war total ausgeglichen und lieb zu Mensch und Tier. Sie hat uns mit ihrem netten Grinsen gleich um die Finger gewickelt und war bei uns, bis sie über die Regenbogenbrücke gehen musste. Seht selbst:


April 2008

 

 


Juni 2008

 

Juli 2008

 

30. Juli 2008

Schweren Herzens mussten wir dich heute gehen lassen, doch der Teufel "Krebs" hat leider wieder mal gesiegt. Du hast gezeigt, dass eine Kämpferin in dir steckt und nicht aufgegeben bis zur letzten Minute. Wir hoffen, wir konnten dir, wenn auch nur für kurze Zeit, nochmal die schönen Seiten des Lebens "zeigen". Leb wohl, liebe Polly, du wirst immer einen besonderen Platz in unseren Herzen innehaben.

 

Der letzte Gang

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
Und quälende Pein hält mich wach -
Was Du dann tun mußt - tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Daß Du sehr traurig bist, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
muß Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muß? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muß.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluß.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist -
Der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es soll nicht sein, daß Dein Herz um mich weint.
-Verfasser unbekannt-